Wie entstand die Band? Dieter, Ewe und Egbert hatten sich bei Musiksessions im Amerikahaus Stuttgart kennen gelernt. Anläßlich eines Geburtstagsauftritts vor über 25 Jahren beschlossen sie, zusammen mit Wolfgang als Band "Four Potatoes" aufzutreten. Martin kam etwas später dazu, Gaby ist seit 2007 dabei. Matthias wurde 2020 ständiges Mitglied, nachdem er schon oft Egbert oder Martin vertreten hatte. Martin konnte sich dadurch wunschgemäß ein bisschen zurückziehen und vertritt nun seinerseits. Peter ist ganz neu dabei. Traurigerweise verstarb Dieter nach schwerer Krankheit im Juli 2022.

Alle Musiker sind Halbprofis, d.h. nicht studierte Spieler, die ihren Lebensunterhalt nicht durch das Musizieren verdienen (müssen), andererseits z.T. in anderen Bands oder Orchestern auftreten. Sie erleben die Freude am Spielen immer neu, vor allem durch die Begeisterung und die Resonanz der Freude im Publikum.


Egbert van der Hammen: Begonnen hat der große Keith Richards Fan mit Irish Folksongs und Gitarre, weitergemacht, mit Bluegrass, Oldtime, Blues, Westernswing und allem, was auf der akustischen Gitarre möglich ist. Zwischendurch moderiert er und unterhält das Publikum mit Informationen zu den einzelnen Musikstücken. Im Gegensatz zu vielen Country- und Folksängern klingt seine Stimme nicht gequetscht, sondern fügt sich bei aller Klarheit harmonisch ins Ganze.
Matthias Möhring: Seit 1997 in der Bluegrass-Szene, zuerst als Gitarrist und Sänger in seiner damaligen Bluegrass-Band, „Captain Carrots Crew“ später „Sunnyside Bluegrass Band“, spielte Matthias ab 2010 in der Formation „The Mr. Big Stringband“ am Gesang, Gitarre, Mandoline und Kontrabass (www.misterbigband.de). Er ist auch bekannt als Liedermacher und Singer Songwriter, mit eigenem Solo Programm (TransAtlantik Folk) (http://www.xn--matthias-mhring-itb.de). Schon viele Jahre war er, bei Bedarf, sehr gerne Abwesenheitsvertretung bei den „Four Potatoes“ am Kontrabass oder Gesang. Die Freude ist nun groß, ab Mai 2020, festes Bandmitglied zu sein.
Wolfgang Ritter: Dass er den Humor faustdick hinter den Ohren hat, sieht man ihm gar nicht an, wenn er das kleinste Instrument der Band, die Mandoline, mit dem Plektrum bearbeitet. Die Melodien perlen von den Saiten, und oft wird den Zuhörern erst bei einem Solo bewusst, wie stark der feine Mandolinenton den Gesamtklang bereichert, denn im allgemeinen wird nur der beat der Mandoline als Rhythmusgeber wahrgenommen. Bei manchen Musiktiteln (z.B. Cajunstücken) spielt Wolfgang das Akkordeon, was dem Gesamtklang sofort eine andere Färbung gibt.
Ewe Krumpholz: Obwohl er als Bub Geige lernen musste (!), hat er schließlich doch noch zur Fiddle gefunden. Ewe ist ein großer Fan von Stephane Grappelli und Gilles Apap, den Fiddlern unter den grossen Geigern. Aber vor allem ist ihm die traditionelle Volksmusik aus aller Herren Länder eine unerschöpfliche Quelle für schöne, interessante Melodien. Ausserdem behauptet er standhaft, abseits von Musikantenstadel & Co gäbe es auch bei uns richtig gute „deutsche Old Time Music“. Ewe ist der beste Fiddler in der Band!
Gaby Fitzner: Während die anderen schon ihr halbes Leben zusammen musizieren, ist sie erst seit 2007 bei der Band. Sie kommt aus dem klassischen Geigenspiel und hat davon das „schöne“ Spielen mitgenommen. Ohne Noten zu fiddeln trainierte sie bei Sessions in irischen Pubs in Galway und Donegal, und ein bisschen dirty zu fiddeln und zu improvisieren hat sie von Ewe gelernt. Sie freut sich vor allem über die Reels und Jigs im Repertoire und ist die beste Fiddlerin in der Band.
Peter Huber: Studierte zunächst Musikwissenschaft mit dem Ziel Musikethnologie. Doch da das Leben nicht immer geradlinig verläuft, landete er in einem anderen Beruf und mußte sein 1971 erworbenes Framus Longneck-Banjo (Pete Seeger!) an den sprichwörtlichen Nagel hängen. Doch die Liebe zur unverfälschten Volksmusik blieb bestehen, und so kam er schließlich über Umwege zur amerikanischen Oldtime-Musik. Das hierfür unverzichtbare Banjo spielt er - natürlich - im ursprünglichen Schlagstil, genannt Clawhammer oder Frailing. Obwohl es inzwischen ein paar Banjos mehr geworden sind, packt er sein altes Longneck immer wieder gerne aus.
Martin Gross: Bei aller Kunstfertigkeit auf dem Bass - sein Herz gehört musikalisch der Dobro, und hier hat er eine internationale Fangemeinde. Geschätzt sind nicht nur seine Videoclips, sondern auch das selbstgefertigte Zubehör (Bänder, Kapodaster und alles, was man sonst aus Leder und Metall herstellen kann), welches vor allem im Dobro-Ursprungsland USA heiß begehrt ist (mehr dazu unter www.martingross.com). Martin macht die Gesangsarrangements und beschränkt sich seit 2020 auf Vertretung, falls einer der anderen aus der Band beim Auftritt verhindert ist. Aufgrund seiner Instrumentenvielseitigkeit kann er alle Bandmitglieder ausser den Fiddlern bei Bedarf ersetzen.
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